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Feuerwehr in der Bundesrepuplik Deutschland

In der Bundesrepublik Deutschland liegt das Feuerwehrwesen in der Gesetzgebungskompetenz der Länder. Während die technische Ausstattung und Ausbildung aufgrund bundeseinheitlicher Feuerwehr-Dienstvorschriften und Normen nahezu einheitlich sind, ergeben sich hinsichtlich der Organisation und der Finanzierung zahlreiche Unterschiede. Die deutschen Feuerwehren sind jedoch im Deutschen Feuerwehrverband zusammengeschlossen. Sitz des Dachverbandes der deutschen Feuerwehren ist Berlin.
In Bayern k√ɬľmmern sich rund 320.000 ehrenamtliche Feuerwehrleute bei fast 7.800 Freiwilligen Feuerwehren in St√ɬ§dten und Gemeinden um den Brandschutz. Gegen den roten Hahn k√ɬ§mpfen auch rd. 250 Berufs-, Werk- und Betriebsfeuerwehren.

Sie ist bundesweit √ɬľber die zentrale Notrufnummer 112 erreichbar.

Deutschland verf√ɬľgt im Rahmen der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr √ɬľber ein fl√ɬ§chendeckendes System von Feuerwehren. Da die Gesetzgebungskompetenz f√ɬľr das Feuerwehrwesen bei den L√ɬ§ndern liegt, √ā¬†bestehen hinsichtlich der Organisation und der Finanzierung zahlreiche Unterschiede.

Arten der Feuerwehren in Deutschland:

  • Freiwillige Feuerwehren

    (FF), Anzahl: ca. 24.000
    Eine FF ist eine öffentliche Feuerwehr, die sich hauptsächlich aus ehrenamtlichen Mitgliedern zusammensetzt.

  • Werkfeuerwehren

    (ca. 900)
    Werkfeuerwehren sind staatlich angeordnete oder staatlich anerkannte private Feuerwehren zur Sicherung des Brandschutzes in gro√ÉŇłen Industriebetrieben. Sie bestehen aus haupt- oder nebenberuflichen Kr√ɬ§ften. Auch eine Flughafen-Feuerwehr ist eine Werkfeuerwehr.

  • Betriebsfeuerwehren

    (ca. 300)
    Eine Betriebsfeuerwehr unterliegt weder staatlichen Auflagen noch ist sie√ā¬† staatlich anerkannt. Sie wird z.B. aus versicherungstechnischen Gr√ɬľnden in solchen Betrieben aufgestellt, die noch nicht zur Einrichtung einer Werkfeuerwehr verpflichtet sind. Zumeist werden daf√ɬľr Freiwillige aus eigenen Mitarbeitern rekrutiert.

  • Berufsfeuerwehren

    (BF), Anzahl: ca. 100
    Eine BF ist eine öffentliche, kommunale Feuerwehr, die in der Regel nur aus hauptamtlichen Einsatzkräften besteht.

  • Pflichtfeuerwehren

    (ca. 5)
    Die Pflichtfeuerwehr ist eine öffentliche Feuerwehr, die dann eingerichtet wird, wenn eine Freiwillige Feuerwehr nicht zustande kommt. Um den Brandschutz vor Ort dennoch zu gewährleisten, können in diesem Fall geeignete Personen von der Gemeinde zum Feuerwehrdienst verpflichtet werden.

  • Jugendfeuerwehren

    (DJF)
    Die Deutsche Jugendfeuerwehr ist die Nachwuchsabteilung in einer Freiwilligen Feuerwehr.

  • Bundeswehr-Feuerwehr

    Die Bundeswehr-Feuerwehr ist eine feuerwehrtechnische Einrichtung der Bundeswehr, die bei besonderen Gefahrenschwerpunkten aufgestellt wird. In der Regel √ɬľbernehmen jedoch ortsans√ɬ§ssige Feuerwehren den Brandschutz.

Der Personalstand der deutschen Feuerwehren beträgt aktuell etwa 1,1 Millionen Aktive. Zusätzlich sind 250.000 Personen in den Jugendfeuerwehren organisiert. Die Freiwilligenquote liegt bei 96%, der Anteil der Frauen bei 10%.

Die Feuerwehren in Deutschland leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Bev√ɬ∂lkerung; sie sind tragendes Element des Katastrophenschutzes. Ihre Aufgaben lassen sich unten den Schlagworten retten, l√ɬ∂schen, bergen, sch√ɬľtzen zusammenfassen, wobei unter √Ę‚ā¨?sch√ɬľtzen√Ę‚ā¨Ňď vor allem Ma√ÉŇłnahmen zu verstehen sind, die im Voraus die Entstehung, Ausbreitung und Auswirkung von Br√ɬ§nden verhindern oder minimieren sollen (vorbeugender Brandschutz).

Spitzenverband der deutschen Feuerwehren ist der Deutsche Feuerwehrverband (DFV).

Gem√ɬ§√ÉŇł den Vorschriften des Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetz (√ā¬ß 12 ZSKG) erg√ɬ§nzt der Bund den Katastrophenschutz der L√ɬ§nder in den Aufgabenbereichen Brandschutz, Betreuung, ABC- und Sanit√ɬ§tswesen. Das gemeinsam mit den L√ɬ§ndern erarbeitete neue Ausstattungskonzept des Bundes sieht, neben der Konzentration auf Spezialfahrzeuge f√ɬľr besondere Gefahrenlagen, auch die Beschaffung erg√ɬ§nzender Einsatzfahrzeuge in den Bereichen Brandschutz und Betreuung als Unterst√ɬľtzungskomponente vor (L√ɬ∂schgruppenfahrzeuge, Ger√ɬ§tewagen Logistik Wasserversorgung, Ger√ɬ§tewagen Betreuung, Betreuungs-Kombi). Von den hochmodernen Fahrzeugen, die der Bund den L√ɬ§ndern daf√ɬľr zur Verf√ɬľgung stellt, werden insbesondere die Feuerwehren profitieren.


Feuerwehren in Bayern

Das Feuerwehrwesen in Bayern ist Aufgabe der Gemeinden. Die Gemeinden m√ɬľssen in den Grenzen ihrer Leistungsf√ɬ§higkeit gemeindliche Feuerwehren (Freiwillige Feuerwehren, Pflichtfeuerwehren und unter bestimmten Voraussetzungen Berufsfeuerwehren) aufstellen, ausr√ɬľsten und unterhalten sowie die notwendige L√ɬ∂schwasserversorgung bereitstellen.

Die Landkreise m√ɬľssen in den Grenzen ihrer Leistungsf√ɬ§higkeit die f√ɬľr den Einsatz der gemeindlichen Feuerwehren √ɬľber√ɬ∂rtlich erforderlichen Fahrzeuge, Ger√ɬ§te und Einrichtungen beschaffen und unterhalten oder hierf√ɬľr Zusch√ɬľsse gew√ɬ§hren.

Auch der Staat fördert den Brandschutz und den technischen Hilfsdienst durch Gewährung von zweckgebundenen Zuwendungen und durch die Einrichtung und die Unterhaltung der staatlichen Feuerwehrschulen.

Zu den Aufgaben der Feuerwehren zählen insbesondere der abwehrende Brandschutz und die zahlreichen technischen Hilfeleistungen, wie z.B. bei Autounfällen, Unfällen mit Gefahrstoffen und Hochwasser.
Die Feuerwehren k√ɬ∂nnen dar√ɬľber hinaus freiwillige Aufgaben durchf√ɬľhren, wenn dadurch ihre Einsatzbereitschaft nicht beeintr√ɬ§chtigt wird.

In den Freiwilligen Feuerwehren leisten Gemeindebewohner, aber auch Personen, die in einer Gemeinde einer regelm√ɬ§√ÉŇłigen Besch√ɬ§ftigung oder Ausbildung nachgehen, zwischen dem vollendeten 18. und dem vollendeten 63. Lebensjahr in der Regel ehrenamtlich Feuerwehrdienst. Jugendliche k√ɬ∂nnen sich ab dem vollendeten 12. Lebensjahr als Feuerwehranw√ɬ§rter einbringen.

√ÉŇďber die Aufnahme neuer Feuerwehrleute sowie Jugendlicher entscheidet in jedem Einzelfall der Kommandant der √ɬ∂rtlichen Feuerwehr. Dieser pr√ɬľft dabei auch die k√ɬ∂rperliche und geistige Eignung der Bewerber. Konkrete Informationen √ɬľber die Feuerwehr am jeweiligen Wohnort kann man bei der zust√ɬ§ndigen Gemeinde erhalten.

Die Gemeinden k√ɬ∂nnen unter bestimmten Voraussetzungen Ersatz f√ɬľr die notwendigen Aufwendungen verlangen, die ihnen durch Ausr√ɬľcken, Eins√ɬ§tze und Sicherheitswachen gemeindlicher Feuerwehren entstanden sind.

Kostenpflichtig ist der Gefahrenverursacher oder der sonst zur Gefahrenbeseitigung Verpflichtete, z.B. wer Sicherheitswachen der Feuerwehr in Anspruch genommen oder vorsätzlich oder grob fahrlässig eine Falschalarmierung ausgelöst hat.

(Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern)


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