Alarmierungsplanung

Neben fähigen und motivierten Mitarbeitern ist eine verlässliche Arbeitsgrundlage nötig, damit die ILS ihren vielfältigen Aufgaben gerecht werden kann. Die Rede ist neben Personal und Technik von der flächendeckend neu zu erstellenden Alarmierungsplanung gemäß der Alarmierungsbekanntmachung des Freistaates Bayern vom 12. Dezember 2005.

Die Alarmierungs- und Einsatzvorplanung stellt eine wichtige organisatorische Voraussetzung der t√§glichen Arbeit in einer Leitstelle dar und wurde f√ľr den Brand- und Katastrophenschutz zuletzt umfassend im Jahr 1993 bei der Einf√ľhrung der PC-gest√ľtzten Alarmierung mittels Basis erstellt. Bis dahin gab es die soganannten Alarmkarteikarten in den alarmausl√∂senden Stellen, welche seit den 1960er Jahren vor allem bei den Landpolizeiinspektionen zur Alarmierung vorgehalten wurden.
Historisch gesehen gab es vor der Sirenenalarmierung mittels Funk in weiten Teilen Deutschlands die T√ľrmer oder in gr√∂√üeren St√§dten √∂ffentliche Brandmeldeanlagen.


Bild: T√ľrmer auf der Stadtkirche (Stadt Bayreuth)

Im Zuge der Umsetzung der neuen Alarmierungsregelungen werden sich wichtige Veränderungen im Vergleich zur bisherigen Alarmierungsplanung ergeben.


Veränderungen

Bei den gemeinschaftlich zu erstellenden Planungen wird an Gemeinde-, Kreis- und Organisationsgrenzen kein Halt gemacht.

Es wird k√ľnftig auch bei den Feuerwehren bei zeitkritischen Eins√§tzen anhand der Fahrzeit konsequent das n√§chste verf√ľgbare und geeignete Einsatzmittel alarmiert, um schnellst m√∂glich effektiv helfen zu k√∂nnen!

Die Position der Ortsfeuerwehren wird deutlich aufgewertet! Die √∂rtlich zust√§ndigen Feuerwehren werden k√ľnftig, unabh√§ngig vom¬† Einsatzwert, immer mit alarmiert. Sie stellen im Hinblick auf die einzuhaltende Hilfsfrist eine wichtige St√ľtze des bayerischen Systems dar. Sie machen zudem deutlich, dass das Wesen der gesamten bayerischen Gefahrenabwehr, auch bei den Hilfsorganisationen, das Ehrenamt ist und die vielf√§ltigen Aufgaben in der Fl√§che nur auf diese Weise leistbar sind. Hier unterscheidet sich Bayern ma√ügeblich von anderen Bundesl√§ndern!

Statt der bisher √ľblichen sieben Alarmstufen wird k√ľnftig differenzierter nach 67 Einsatzstichworten alarmiert. Auf diesem Weg soll das vielf√§ltige Spektrum der Eins√§tze erfasst, sowie differenziert und bedarfsgerecht alarmiert werden. Dies soll vor allem dazu beitragen, dass ehrenamtliche Einsatzkr√§fte nicht unn√∂tig zu Eins√§tzen gerufen werden (und daf√ľr vielleicht ihren Arbeitsplatz verlassen m√ľssen). Eine Herausforderung liegt darin, dass gleicherma√üen bei zunehmendem Helfermangel gezielt gen√ľgend Kr√§fte mit dem richtigen Ger√§t aus Nah und Fern herangef√ľhrt werden m√ľssen.

Zusammenfassend profitieren Bev√∂lkerung als auch die Hilfskr√§fte selbst von der Einf√ľhrung Integrierter Leitstellen und der daraus resultierenden Alarmierungsplanung. Dies zeigt sich in Form von schnellerer, bedarfsgerechterer und effektiverer Alarmierung aus einer Hand und einer umfassenden Einsatzunterst√ľtzung f√ľr die Hilfskr√§fte.





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