Unwetter hält Leitstelle und Feuerwehren auf Trab

Moderne Technik kompensiert Stromausfälle
Mittwoch, 11. Juni 2014 um 00:00 Uhr
Die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für den Landkreis Kulmbach erreichte die Integrierte Leitstelle (ILS) am Dienstagnachmittag des 10.6.2014 um 16.41 Uhr. Rund zwei Stunden später wurde diese vom DWD auf den ganzen ILS Bereich Bayreuth/Kulmbach ausgeweitet. Inhaltlich wurde vor starkem Gewitter mit Starkregen, Windböen und Hagel bis etwa 21.00 Uhr gewarnt.

Im Verlauf des gestrigen Nachmittages und des Abends wurden von der Integrierten Leitstelle Bayreuth/Kulmbach neben dem Rettungsdiensteinsatzgeschehen ab 16.30 Uhr bis 6.00 Uhr 20 Feuerwehreinsätze bearbeitet. Hiervon entfielen unwetterbedingt 15 Einsätze auf Blitzschläge in Gebäude und Baustellen, durch Stromausfall ausgelöste Brandmeldeanlagen, vollgelaufene Keller, Sturmschäden an Gebäuden und auf Verkehrswegen umgestürzte Bäume. Hinzu kam in fünf Fällen das „Tagesgeschäft“ in Form von Kleinbränden, Notfallwohnungsöffnungen und Ölspuren.

Regionaler Schwerpunkt der Gewitterzelle war das Stadtgebiet Bayreuth und Teile der umliegend angrenzenden Gemeinden. Vereinzelte Unwettereinsätze betrafen auch den Landkreis Bayreuth und das Stadtgebiet von Kulmbach. Aufgrund von kurzfristigen Stromausfällen im Stadtgebiet Bayreuth wendeten sich zahlreiche Bürger besorgt per Notruf 112 an die ILS welche mit der Leitstelle der BEW in Verbindung stand.

Auch die Technik der ILS und die Funkinfrastruktur der Feuerwehren wurden beeinträchtigt. An zwei Standorten des analogen Gleichwellenfunksystems, am Ochsenkopf und in Hohenmirsberg, mussten die Stromausfälle per Batteriebetrieb kompensiert werden bis das öffentliche Stromnetz wieder zur Verfügung stand. In der Leitstelle selbst wurde durch zwei Stromausfälle im Verlauf des Abends mehrmals der Einsatz der hauseigenen Netzersatzanlage (Notstromerzeuger) notwendig. Die Umschaltung erfolgt mittels einer Batterie gepuffert und somit für die empfindliche Kommunikations- und EDV-Technik der ILS absolut unterbrechungsfrei. Hierzu werden in der ILS knapp fünf Tonnen Batterien und ein Aggregat mit einem Schiffsdieselmotor vorgehalten. Diese Kombination macht die ILS im Notfall mehrere Tage lang von der öffentlichen Stromversorgung unabhängig bevor der 1000 Liter Dieseltank zur Stromerzeugung nachgetankt werden muss.

„Das hierzu in der ILS vorsorglich regelmäßig trainierte Szenario eines Stromausfalles hat sich bestens bewährt“, so ILS-Leiter Markus Ruckdeschel. „Der alarmierte Leitungsdienst und die Systemadministratoren konnten sich auf den Lagedienst und die erwähnten Peripheriestandorte des analogen Funksystems konzentrieren, während der Rufbereitschaftsdienst und die anwesenden Mitarbeiter das etwas durchwachsene Einsatzgeschehen gewohnt und routiniert bearbeiteten.“




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