Wenn der Einsatz ans Limit geht

Fortbildung über Amoklagen an Schulen
Dienstag, 25. November 2014 um 00:00 Uhr
Amoklagen an Schule gehören zu den kompliziertesten und psychisch belastenden Einsätzen. Sowohl Opfer als auch Helfer kommen dadurch aus heiterem Himmel an ihre seelischen Belastungsgrenzen. Um Erfahrungen auszutauschen und Ratschläge für die Nachsorge bei solchen Einsätzen zu bekommen kamen am Wochenende rund 40 Helferinnen und Helfer der Krisenintervention und der Einsatzkräftenachsorge aus Ober- und Mittelfranken und der Oberpfalz in Pegnitz zusammen.


Zu dieser Veranstaltung hatten der Kreisverband Bayreuth des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und die Malteser der Diözese Bamberg eingeladen. Auf die Teilnehmer der verschiedenen Kriseninterventionsteams (KIT) von BRK, Maltesern, Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk (THW) warteten interessante Vorträge zu diesem Thema. Die inhaltliche Gestaltung wurde unter der Leitung der Malteser von Harald Trampert (Preith) und Rainer Boos (Regensburg) übernommen. Harald Trampert von den Maltesern machte mit einem Vortrag über schulische Krisenintervention den Auftakt, gefolgt von Rainer Boos, der als akademischer Experte für Psychotraumatologie und Stressmanagement auch interessante Erfahrungen vom Amoklauf in Erfurt  im Jahr 2002 mitbrachte, bei dem er selbst eingesetzt war. Polizeihauptkommissar Alexander Kollroß informierte über die Aufgaben der Polizei bei solchen Einsatzlagen. Weitere Themen waren die Zusammenarbeit zwischen Sanitätsdienst und der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) im Einsatz und die Zusammenarbeit mit schulischen Krisenteams. Es referierten ferner der Landesfachdienstführer der PSNV im BRK, Jürgen Geissler, Manfred Huppmann  von den Maltesern Waischenfeld, Tanja Regnet, Ausbilderin im Kriseninterventionsdienst des BRK, Gerhard Krycha, Leiter der Bundeswehrfeuerwehr am Flugplatz Manching und Beate Trampert vom schulischen Krisenteam der Maria Ward Realschule in Eichstätt.

An einem praktischen Fallbeispiel sollten die Teilnehmer 10 Fallarbeiten abarbeiten, die von den Dozenten begleitet wurden. Der Gesprächsbedarf war enorm, so dass nur drei der geplanten Fallarbeiten besprochen werden konnten. Die verbliebenen sieben Fallarbeiten  werden nach Angaben von Organisator Heiko Pöhnl vom BRK auf jeden Fall noch abgearbeitet. Er zog nach der ganztägigen Fortbildung eine durchweg positive Bilanz und bedankte sich neben den Teilnehmern und Dozenten vor allem bei den Kameraden des THW Pegnitz. Sie hatten die ihre Räumlichkeiten für die Fortbildung zur Verfügung gestellt und und die Bewirtung übernommen.







Fotos: THW OV Pegnitz


facebook Twitter RSS E-Mail Youtube
dropbox

ILS Bayreuth

Bautagebuch

Webcams lokal



BRK-Leitstellenverbund

Notruf 112

Social Media


Leitstellenbereich

Stadt Bayreuth

Landkreis Bayreuth

Landkreis Kulmbach


Medienpartner

Nordbayerischer-Kurier

Mainwelle

KATWARN

Sicherheitstage 2012